Klimaziele der Stadt Ulm | Wo stehen wir heute?

Der Gemeinderat der Stadt Ulm hat zuletzt im September 2022 Beschlüsse zum Klimaschutz gefasst. Er hat die Ziele des Landes Baden-Württemberg übernommen. Die Stadt will bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität erreichen. Das bedeutet: Die Treibhausgasemissionen in Ulm müssen bis dahin auf null sinken.

Wo wir mit dem Ziel heute stehen, lässt sich nicht beziffern. Zum Klimaschutzkonzept der Stadt aus dem Jahr 2015 beschloss der Gemeinderat: Die Treibhausgasemissionen (CO2, Methan, Lachgas u.a.) alle 10 Jahre um 20 % zu reduzieren, bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 %.

2010 ist das Referenzjahr: Ulm stieß insgesamt 1,225 Millionen Tonnen Treibhausgase aus. Jede Person verursachte 10,2 Tonnen Treibhausgase pro Jahr.

Zweimal hat die Stadt inzwischen Bilanz gezogen. 2016 verringerten sich die Treibhausgasemissionen auf 9,3 Tonnen pro Jahr und 2019 pro Kopf und Jahr auf 8,2 Tonnen. Statt 1,225 Millionen Tonnen blasen die Ulmer noch 1,039 Millionen Tonnen in die Luft und erwärmen dadurch nachhaltig die Erdatmosphäre.

Bilanz: In zehn Jahren nahmen die Treibhausgasemissionen um rund 15,2 Prozent oder 186.250 Tonnen ab. Ulm hat sein Ziel um fast zehn Prozent verfehlt.

Unsere dringende Empfehlung: Die Geschwindigkeit der Reduktion deutlich erhöhen.se

Diese Forderung ergibt sich aus dem Zwischenziel, das der Gemeinderat mit Übernahme der klimaschutzziele Baden-Württembergs für 2030 übernommen hat. Die Treibhausgasemissionen sollen bis zum Jahr 2030 um 65 % sinken. Da bis 2020 nur 186.000 Tonnen eingespart wurden, müssen in den 2020er Jahren die Emissionen um circa 610.000 Tonnen sinken. Das sind locker drei Mal so viel wie von 2010 bis 2020.

Die nächste, aktuellere Bilanz zum Ulmer Klimaschutz gibt es wahrscheinlich im Herbst 2026. Dann liegt das Klimaschutz-Vorreiterkonzept der Stadt vor.